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kurze Chronik des Kleingärtnervereins Zwo Börn e.V.

Der Kleingärtnerverein Zwo Börn wurde im Jahre 1919 gegründet. Die Stadtverwaltung Wiesbaden stellte damals 3,8 hektar Land, an der heutigen Berliner Straße, zur Verfügung um dort Kleingärten anzulegen.

Aus dem ehemaligen Kleeacker entstanden 126 Kleingärten. In Anbetracht der schweren Zeit, man konnte von einer Hungersnot reden, fanden sich Interessenten und Idealisten, welche sich einsetzten und halfen die eigene, sowie die Not anderer zu überbrücken.

Es bedurfte einiger Jahre, um aus dem unwegsamen Gelände fruchtbare Gärten zu gestalten.
Politische Wirren, Inflation, Einbrüche und Diebstähle führten oft zur Entmutigung und Verdruss. Weiterhin machten die damaligen, französischen, Besatzungsbehörden allen Vereinigungen große Schwierigkeiten. Jedwede Zusammenkünfte und Versammlungen waren verboten. Nur wenige beherzte Personen fanden sich hinter verschlossenen Türen zusammen, um auch dem politisch zersetzten Verein eine demokratische Grundlage zu geben.
Erst nach dem zerschlagenen Separatismus und der Befreiung des Rheinlandes war ein Lichtblick gegeben, endlich konnte man einen Zusammenschluss der Kleingärtner zustande zu bringen.
Doch schon bald, nach schweren vierzehn Jahren, wurden allen guten Vorsätze und Ziele infolge der Hitlerdiktatur ein Ende bereitet. Ebenso wie alle politischen Parteien, wurden auch sämtliche Vorstände der Vereine aufgelöst.
Im Jahre 1938 wurde im Restaurant “Westendhof” ein neuer Vorstand gewählt. Den Vorstandsvorsitz übernahm ein von der NSDAP eingesetzter Herr Grünig. Ihm unterstanden noch drei weitere Kleingartenvereine. Alle drei Vereine erhielten den Namen Heimaterde.
Doch schon bald erhielten alle Kleingartenvereine von dem neu gegründeten Stadtverband, unter der Leitung eines Herrn Koch, ihre Selbständigkeit wieder zurück. Wiederum im Lokal “Westendhof”  wurde der Gartenfreund Dorn zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der Verein wurde wieder unter seinem ursprünglichem Namen, Kleingärtnerverein Zwo Börn, in das Vereinsregister der Stadt Wiesbaden eingetragen.

In den folgenden Jahren wechselten die Vorstände alle zwei Jahre. Die Gründe hierfür waren vielfältiger Natur. Mal war man verwaltungstechnisch nicht in der Lage einen Verein zu führen, mal gab es finanzielle Probleme, aber auch unsachgemäße Kassenführung, einschließlich Unterschlagungen, waren an der TagesordnSeibelung.

Im  Jahre 1959 übernahm Richard Seibel das Amt des 1. Vorsitzenden. Er leitete die Geschicke des Vereins bis zum Jahre 1976.  Während dieser Zeit wurde von den Vereinsmitgliedern der Beschluss gefasst, eine Vereinshalle zu errichten.

1976 strambachübernahm Ernst Strambach das Amt des 1. Vorsitzenden. Unter seiner Leitung wurde mit den Bauarbeiten an der Vereinshalle begonnen.

Es war nicht leicht dieses Bauvorhaben in die Tat umzusetzen. Von den Gartenfreunden wurden insgesamt 3976 Stunden ehrenamtliche Arbeit verrichtet. Hinzu kamen natürlich noch etliche Arbeiten, die von Fremdfirmen ausgeführt werden mussten.
Man hatte sich zum Ziel gesetzt, zum Gartenfest 1979 die Einweihung des Vereinsheimes zu feiern. Leider konnte der Vorsitzende Ernst Strambach das Gartenfest und die Einweihung des Vereinsheimes nicht mehr miterleben. Er verstarb kurz vor den Feierlichkeiten. Lange wurde überlegt, ob man das Fest und die damit zusammenhängende Einweihung absagen sollte, kam dann aber zu dem Schluss, das es sicherlich im Sinne des verstorbenen sei, die Festlichkeiten trotzdem stattfinden zu lassen.
Der damalige zweite Vorsitzende Hans Seibel übernahm das Amt des ersten Vorsitzenden, und unter seiner Leitung konnten alle Feierlichkeiten stattfinden. Freitags wurde in einem Festakt das neue Vereinsheim eingeweiht. Es trägt, zu Ehren des verstorbenen und für dessen Verdienste bei dem Bau, den Namen Ernst-Strambach-Halle.

Bei der Jahreshauptversammlung 1980 wurde Karl-Heinz Dix zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Unter dessen Leitung wurden die dann noch fälligen Baumaßnahmen ausgeführt.
1987 übernahm Hans Seibel wieder das Amt des 1. Vorsitzenden, welches er bis in Jahr 2006 ausübte. In dieser Zeit wurden viele Arbeiten in unserer Gartenanlage ausgeführt. Hier ist ganz besonders die Neuinstallation der Wasser- und Stromversorgung zu erwähnen. Auch hier wurden alle Arbeiten von den Mitgliedern des Kleingärtnervereins Zwo Börn ausgeführt.
2007 übernahm Gartenfreund Hermann Rapp die Führung des Vereins, gesundheitliche Gründe führten jedoch dazu, das dieser das Amt schon bald an den Gartenfreund Eckehard Ringelstein abgeben musste, welcher 2013 ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen, sein Amt niederlegte.
Zur Zeit wird der Verein vom Gartenfreund Sigurd Seifert geleitet.

Diese Chronik basiert auf Aufzeichnungen anlässlich der Festreden von Richard Seibel zum 50-jährigem Jubiläum und Karl-Heinz Dix zum 90-jährigem Jubiläum des Kleingärtnervereins Zwo Börn e.V.

Wiesbaden, im August 2014

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